Fast eintausend Jahre später änderte sich unser Dasein im Nellenburger Wald gewaltig. Eine neunköpfige Wandergruppe war der Grund dafür.
Der Hunger trieb uns, und so betäubten wir die Wandersleut mit einem Rest Nellenburger Knobisoß und brauten ein Süpple von ihnen. Nach Verkostung dieser jener widerfuhr uns eine völlige Wesensveränderung, sowohl innerlich als auch äußerlich, uns war klar, es war ein Zaubertrank. Bei der Überprüfung unserer verkochten Neun war auch schnell klar, was da war geschehen.
Ein gewisser Ehrennarrenrichter, Walter Schneider, gab seinen närrischen Scharfsinn in den Sud ab.
Ein gewisser Gerhard Michel, auch Mäck genannt, gab die Größe, die Kraft und leider auch seine Leberwerte, die jeder Zimmerer mit sich brachte.
Vom Hänsele Rudi Schwägerl bekamen wir die graziöse Figur und das Talent zum orientalischen Bauchtanz.
Der Narrenbolizei, Hubsi Reiser, ließ seinen Ordnungs-sinn und sein überschäumend Temperament im Kessel zurück.
Ein Büttel namens Zehnle und der Kuony namens Drews hinterließen Sangeskunst, Musikalität und reichlich unruhige Füße.
Ein Laufnarr namens Ulf Wiczoreck oder so ähnlich sorgte für ein, von nun an, feines Gehör und unsere plötzlich verschwundene Blasenschwäche!
Dann waren dabei noch eine Alt Stockacherin namens Pfersich und eine Marketenderin namens Kempterursel. Sie überließen uns Anmut, Grazie und unsere feinen Gesichtszüge.
Auf gut badisch: Wir waren wie neu geboren!!! Seither überkommt uns auch der unbändige und unwidersteh-liche Drang, am Schmotzigen Dunschtig den dunklen und feuchten Nellenburger Wald zu verlassen und zum Stammbaum aller Narren in die Oberstadt von Stocken zu pilgern und am närrischen Treiben teilzunehmen!!
Auf die Stockemer Fasnet ein dreifachkräftiges NARRO – hex hex grrrrrrrrrr!!!!!!!!
P.S. Diese Geschichte, alle Namen und Orte sind frei erfunden und sollen nur dienen der närrischen Heiterkeit und Freude!!